Alcúdia auf Mallorca

Karte von Alcudia

Die Kleinstadt Alcúdia und ihr vorgelagerter Hafen Port d’Alcúdia liegen auf einer Halbinsel im Norden Mallorcas. Hier kann man die Geschichte der Insel regelrecht einatmen. Nicht nur bei einem Spaziergang auf der mittelalterlichen Stadtmauer, sondern auch beim Besuch der römischen Ausgrabungsstätte fühlt man sich wie auf einer Zeitreise.

Dazu kommt die gemütliche Atmosphäre Alcúdias mit den schönen Gassen, den alten Herrenhäusern, den kleinen Läden und den vielen gastronomischen Einrichtungen. Einfach traumhaft schön!

Geschichte von Alcúdia

Der Ursprung Alcúdias liegt in der „Ciutat Romana de Pollentia“, einer gut erhaltenen römischen Ausgrabung. Diese ehemalige römische Stadt lag zwischen dem heutigen Alcúdia und dem Hafenort Port d`Alcúdia. Pol·lèntia war die Hauptstadt der römischen Provinz Maioricas und wurde bereits 70 v. Chr. angelegt und kontinuierlich erweitert.

Allerdings wurde die Stadt von den damaligen Bewohnern verlassen, nachdem sie immer wieder von Piraten angegriffen wurden. Sie gründeten damals eine neue Siedlung weiter im geschützten Inneren der Insel. Vielleicht kennst du diese Siedlung? Es handelt sich um die heutige Kleinstadt Pollença.

Erst die Araber (Mauren) errichteten auf einem benachbarten Hügel der ehemaligen römischen Stadt eine neue Siedlung, das heutige Alcúdia. Der Name kommt aus dem Arabischen „al-kudia“, was mit Hügel übersetzt werden kann. Während der maurischen Zeit entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum im Mittelmeerraum. Außerdem förderten die Araber den landwirtschaftlichen Anbau und damit einhergehend auch Bewässerungssysteme.

Mit dem Einzug der Truppen von Jaume I im Jahr 1229 und dem Sieg über die Mauren änderte sich das Stadtbild Alcúdias erneut. Unter anderem wurde die Kirche Sant Jaume d’Alcúdia 1248 zum ersten Mal erwähnt, damals noch unter dem Namen Sant Jaume de Guinyent. In den Folgejahren wurde unter Jaume II eine Stadtmauer angelegt, die im Laufe der geschichtlichen Entwicklung durch einen äußeren Ring erweitert wurde und deren Bau somit erst Mitte des 17. Jahrhunderts beendet war.

Auf den Spuren der Geschichte durch die Straßen Alcúdias

Falls du mehr über die Geschichte lernen willst und das nicht nur theoretisch, sondern bei einem Rundgang durch Alcúdia, empfehle ich dir meine Schatzsuche. Ich habe in mühevoller Kleinarbeit und vielen Vor-Ort Terminen die perfekte Route zusammengestellt, um die schönsten Sehenswürdigkeiten mit ihren Hintergrundinformationen und vielen kleinen Details kennenzulernen.

Ich war schon vorher von Alcúdia begeistert - nachdem ich mich aber so intensiv mit dieser Kleinstadt beschäftigt habe, bin ich großer Fan. Es gibt dort so viele spannende Geschichten  zu entdecken.

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Was sollte man in Alcúdia anschauen?

Alcúdia ist recht klein und man braucht nicht mehr als 2 Stunden, um die Stadt zu erkunden. Wer die römische Ausgrabung sehen will, sollte zusätzlich mindestens eine Stunde einplanen.

Natürlich sollte man auch für den Besuch der netten Läden oder Restaurants ausreichend Zeit einplanen.

Mittelalterliche Stadtmauer

Der innere Bereich der Stadtmauer ist immer noch sehr gut erhalten. Einzelne Abschnitte werden teilweise reformiert und gesichert. Andere Abschnitte dieser beeindruckenden Stadtmauer sind begehbar. Ein Spaziergang auf der Mauer lohnt sich definitv, nicht nur weil das Bauwerk beeindruckend ist und die Geschichte der Stadt widerspiegelt, sondern weil man von hier oben auch wunderbar die Dächer der Stadt bewundern und den Ausblick auf die Umgebung genießen kann. Du siehst sogar das Meer!

Stadttore in Alcúdia

Neben der mittelalterlichen Stadtmauer sind noch zwei Stadttore erhalten: die Porta de Sant Sebastià (auch Mallorca Stadttor) und die Porta del Moll (auch Xara-Stadttor).

Bastion und Stierkampfarena

Interessant ist auch die Stierkampf-Arena von Alcúdia, denn sie wurde in eine ehemalige Bastion integriert. Von außen sieht deswegen nichts nach Stierkampf aus. Erst wenn du näher kommst, kannst du die eigentliche Arena sehen. Stierkämpfe sind zwar spanische Tradition und fest in der Geschichte verankert, heutzutage ist es allerdings ein sehr umstrittenes Thema. Letztendlich ist es eine große Tierquälerei!!! In Alcúdia werden an den Feiertagen Sant Jaume (25. Juli) und Maria Himmelfahrt (15. August) tatsächlich noch Stierkämpfe ausgetragen. Es finden im Sommer aber auch mehrmals täglich Flamenco Shows dort statt.

Römische Ausgrabungsstätte Pollentia

Außerdem kann die römische Ausgrabung  besichtigt werden - nein, sie muss besichtigt werden. Ich war schwer beeindruckt! Es ist doch unglaublich, dass man Relikte aus der Vergangenheit sehen kann, die älter als 2000 Jahre alt und trotzdem so gut erhalten sind. Das römische Theater war für mich das absolute Highlight. An einem sonnigen Tag im März habe ich lange auf der Zuschauertribüne gesessen, die historischen Spuren angeschaut und die umgebende Natur genossen.

Historischer Kern in Alcúdia

Ich liebe einen Bummel im kleinen historischen Kern Alcúdias mit den engen Gassen, liebevoll sanierten Häusern und dem Rathaus „Casa Consistorial“. Es gibt hier soviel zu entdecken! Du läufst vorbei an imposanten Herrenhäusern aus dem 17. Jahrhundert und an ebenso entzückenden kleinen Mittelalterhäusern. Auf dem Weg schlenderst du durch enge Gassen mit Blumenschmuck, vorbei an kleinen Läden mit Süßigkeiten, Handwerkskunst und vielen anderen Sachen.

Markt in Alcúdia

Besonders empfehlenswert ist ein Ausflug nach Alcúdia an den Marktagen Dienstag und Sonntag. Allerdings sind das auch die Tage mit den meisten Touristen. Wenn du es ruhiger magst, wähle lieber einen anderen Wochentag oder noch besser, mach Urlaub zwischen Oktober und April - für mich definitiv die schönste Zeit für einen Urlaub auf Mallorca. Hier kannst du in aller Ruhe die vielen wunderschönen Details entdecken ohne dich durch Menschenmassen schieben zu müssen!

Wenn du die schönste Route durch Alcúdia mit spannenden historischen Hintergründen und liebevollen Details selbst entdecken willst, schau dir meine Schatzsuche für Alcúdia an!

Restaurants in Alcúdia - eher mittelmäßig!

Für meine Schatzsuche teste ich natürlich auch Restaurants vor Ort. In Alcúdia war ich in ca. 10 Restaurants essen und war fast immer enttäuscht - schlechter Service und überteuerte Preise bei minderer Qualität. Letztendlich sind nicht viele Restaurants übrig geblieben, die ich empfehlen kann.

Vorzüglich gegessen habe ich im Me gusta. Hier gibt es neben Fisch- und Fleischgerichten auch vegane Optionen. Die beiden Fotos oben sind dort entstanden - beides tatsächlich rein pflanzlich. Die vegane Torte war einfach zu lecker!

Außerdem kann ich dir das Restaurant Can Polit Tapas empfehlen. Hier hast du eine große Auswahl unterschiedlicher Tapas zu anständigen Preisen und mit sehr guter Qualität!

Port d’Alcúdia - der vorgelagerte Hafenort

Der nahe gelegene Hafen Port d`Alcúdia hat sich von einem kleinen Fischerdorf zu einem touristischen Zentrum entwickelt. Es reihen sich viele Hotels aneinander und die Infrastruktur ist voll auf die Touristen eingerichtet. Es gibt unzählige Supermärkte, Restaurants, Cafés, Mietstationen für Fahrräder und Tretautos und vieles mehr.

Vor allem Familien mit Kindern schätzen die kilometerlangen flachen Sandstrände und die windgeschützte Lage während eines Badeurlaubs. Typisch mallorquinische Kultur sollte man in Hafennähe aber nicht erwarten.

Wer schreibt hier?

Anja Kaiser Mallorcaexperten

Ich bin Anja und lebe in Palma de Mallorca. Als Diplom-Geographin entdecke ich leidenschaftlich gern neue Orte und schreibe hier darüber.

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