Individualurlaub auf Mallorca – ein Reisebericht

Schon seit mehreren Jahren verbringen wir unseren Urlaub auf Mallorca. Die bekannten Anziehungspunkte, wie der Ballermann oder El Arenal, zählen dabei nicht zu den, von uns favorisierten Zielen. Schon von Anfang an haben wir uns gegen die riesigen Hotel- und Bettenburgen entschieden und haben uns, für die Dauer der Urlaubswochen, in einer Finca eingemietet. Zwar waren wir so Selbstversorger, aber die Kosten für die Unterbringung waren somit viel geringer und unsere Urlaubskasse konnte mehr für Aktivitäten hergeben.

Unser beliebtester Urlaubsort auf der Insel ist El Refugio. Die Anlage ist wunderschön gelegen. Zentral im Tramuntana-Gebirge liegt die Finca Anlage, die sogar über einen Pool verfügt. Während wir am Pool ausgedehnte Sonnenbäder genießen, konnten wir sogar bis nach Palma schauen.

Wenn wir unsere Tagesausflüge geplant haben, haben wir stets darauf geachtet, die C710, die Küstenstraße, zu nutzen. Beinahe die ganze Straße windet sich an der Westküste entlang und führt von Cap Formentor bis nach Port Andratx. Schon die Straße entlang zu fahren ist einen ganzen Tag wert. Wir hatten uns extra dazu ein Cabrio ausgeliehen um die einzigartige Luft zu genießen. Die nicht durchgehende Straßenbegrenzung, hat das befahren der Küstenstraße zu einem echten Abenteuer gemacht. Nur selten wurde es eng auf der Straße, wenn Busse entgegenkamen. Grundsätzlich lohnt sich die Fahrt bis zum Leuchtturm von Cap Formentor absolut. Der Ausblick ist einmalig! Die letzten Kilometer vor dem Leuchtturm müssen zu Fuß zurückgelegt werden, was nach der Autofahrt aber eine absolute Wohltat war.

Auf dem Rückweg, sind wir dann noch zu einem Strand bei Formentor gefahren. Das Parken würde hier tagsüber 5Euro kosten. Da wir aber erst am späten Nachmittag hier angekommen sind, war es umsonst.

Direkt an der C710 liegt unser Lieblingsdorf Soller. Das Tal in dem es liegt, lebt vom Orangen- und Zitronenanbau. Die Luft riecht hier immer sehr fruchtig und der Anblick des Tals ist atemberaubend. Überall in dem Dorf gibt es zu jeder Zeit frisches Zitroneneis oder frisch gepresste Orangensäfte. Jedes Mal eine Pflichterfrischung, wenn wir auf Mallorca sind.


Soller ist auch der Startpunkt einer Bahn die Touristen durch die Haine fährt. Der “Rote Blitz” ist die einzige historische Eisenbahn auf der Insel. Auch wenn der Name mehr Erwartungen weckt, ist es doch nicht mehr als eine kleine, verschlafene Bimmelbahn. Eine Fahrt lohnt sich dennoch um den Charme Mallorcas in sich aufsaugen zu können.

Ebenso malerisch gelegen, leider aber von dem gewöhnlichen Touristenstrom bereits entdeckt, ist Valldemossa. Ein Besuch in dem Dörfchen lohnt eigentlich nur sehr früh, bevor der Tourismus richtig erwacht. Das durch Chopin berühmt gewordene Kloster im Ort und die kleinen verträumten Straßen, laden zu einem schönen Spaziergang ein.

Unsere Badetage verbringen wir am liebsten am Cala Lamp. Entgegen aller Erwartungen ist es kein Sandstrand. Der Strand liegt eingebettet in einem Felsplateau. Die Bucht ist ideal zum Schnorcheln. Die Artenvielfalt unter Wasser ist Wahnsinn und jedes Mal anders und neu. Für kleine Auszeiten von Wasser und Meer lädt ein Beach Club, fußläufig vom Strand, ein.

Für kleinere Kinder empfehlen wir eher den Strand Sa Rapita. Hier findet sich ein ausgedehnter Sandstrand, ruhig gelegen zwischen Dünen. Das blaue Meer fällt hier nur langsam ab und die Wassertemperatur ist stets ein wenig wärmer.

Das mir am intensivsten im Kopf hängen gebliebene Ausflugsziel ist La Granja. Das alte Landgut erzählt viel von der alten Geschichte Mallorcas und wir fühlten uns wie auf einer Zeitreise. Nachdem der so sehr happige Eintritt gezahlt wurde, kann in vielen Stationen besichtigt werden, wie das Gut sich früher selbst versorgt hat. Bis heute sind Arztpraxen, Werkstätten und sogar ein Labor zur Parfümherstellung erhalten und können angeschaut werden.

Nachdem die Außenanlagen auch besichtigt wurden ist das Highlight der Anlage, das Testen der Produkte, dran. Selbstgemachter Käse, Wein und Süßigkeiten runden einen sensationeller Tag auf dem Landgut ab.

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Anja-Kaiser Mallorcaexperten

Ich bin Anja und lebe in Palma de Mallorca. Als Diplom-Geographin entdecke ich leidenschaftlich gern neue Orte und schreibe hier darüber.

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