Spanien möchte mehr Chinesen ins Land locken
Die spanische Regierung plant mehr chinesische Touristen in die spanischen Urlaubsorte zu locken. Im Jahr 2010 verbrachten 100.000 Chinesen ihren Urlaub in Spanien. Miguel Sebastian, Minister für Tourismus, glaubt, dass es 2012 bereits 300.000 Chinesen sein werden, die nach Spanien kommen und prognostiziert für das Jahr 2020 eine stetige Steigerung bis auf eine Million.
Diese Entwicklung unterstützt die Regierung durch verschiedene Maßnahmen. So sollen die Einreisebestimmungen für chinesische Staatsangehörige vereinfacht werden, es sollen Direktflüge zwischen China und Spanien gefördert werden und schließlich sollen auch mehr chinesische Touristeninformationen öffnen. Außerdem sollen spanische Reiseführer auch auf Mandarin herausgegeben werden. Wichtig ist natürlich auch, dass sich Restaurants und Hotels auf die chinesischen Urlauber einstellen und sich den speziellen Wünschen anpassen.
Laut Statistiken der UN World Tourism Organisation (UNWTO) rutschte Spanien in 2010 vom dritten auf den vierten Platz der am meisten bereisten Länder. Nur Frankreich, die USA und China wiesen mehr Touristen auf. Obwohl Spanien den dritten Platz verloren hat, sind doch die absoluten Touristenzahlen von 2009 zu 2010 leicht gestiegen, was sich vor allem in den bekannten Urlaubszielen Mallorca, Barcelona und Alicante bemerkbar macht.
Die UNWTO schätzt, dass die absolute Zahl chinesischer Touristen, die Auslandsreisen unternehmen, im Jahr 2020 bei 100 Millionen liegen wird. Im Vergleich dazu reisten 2005 nur 31 Millionen ins Ausland. Hier liegt also ein großes Potential und Spanien liegt gut daran, diese Entwicklung zu beobachten und chinesische Touristen ins Land zu locken, denn schließlich wird ein beachtlicher Teil des Bruttoinlandeinkommens durch den Tourismus erwirtschaftet.
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17. Mai 2012 - 16:30

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